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Andacht

Galater 5,1
Zur Freiheit hat uns Christus befreit!
So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!

Mit diesem Bibelwort erinnerte der Apostel Paulus die jungen Christengemein-den in Galatien an die Freiheit in Christus. Er selbst hatte ihnen die befreiende Siegesbotschaft Jesu über Schuld und Tod verkünden dürfen. Und er erlebte, dass diese Botschaft Menschen erreichte und veränderte. In der Taufe wurde die Verbindung zu Jesus fest gemacht. Gott nahm sie als seine Kinder an. Neues Leben und Gottes Gegenwart, vom Heiligen Geist bezeugt, prägte sie und ihre Gemeinden.
Nach der großen Freude und Begeisterung nahm der Alltag wieder seinen Lauf.
Der neue Glaube an Jesus Christus war in Gefahr, an den Rand zu rutschen – so, wie wir es auch aus unserem alltäglichen Leben kennen. So viel will be-dacht und geleistet sein. Schnell wird der Alltag zum Hamsterrad! Jesus hat uns aber zu anderem berufen bzw. befreit.
Eine Geschichte aus Indien kann uns Hilfe sein:

Auf einem Markt in Indien verkaufte ein Bauer Wachteln. Damit sie nicht weg fliegen konnten, hatte er jedem Vogel eine Schnur um ein Bein gebunden. Die Schnüre waren an einem Ring in der Mitte befestigt, der von einem Pflock am Boden festgehalten wurde. Die Wachteln „marschierten“ nun so angebunden, trübselig im Kreis umher wie Zirkuspferde.
Ein frommer Mann, der es mit der Ehrfurcht vor dem Leben sehr ernst nahm, erkundigte sich nach dem Preis und sagte dann zu dem Bauern: „Ich möchte sie alle kaufen.“ Der war natürlich erfreut. Der Mann bezahlte und sagte: „Jetzt möchte ich den Vögeln die Freiheit schenken. Schneiden Sie die Schnüre durch und lassen Sie sie frei!“ Da nahm der Bauer ein Messer und zerschnitt die Fesseln. Aber was geschah? Die Wachteln liefen weiter im Kreis herum!
Schließlich musste er sie fortscheuchen. Doch sie flogen nur ein kurzes Stück. Dann landeten sie und liefen wieder im Kreis herum. Es war nicht zu fassen: Sie waren frei, losgebunden, niemand hielt sie fest, und doch marschierten sie weiter im Kreis herum wie zuvor.

Vergesst es nie an jedem Tag unseres Lebens, den Gott uns schenkt: Zur Freiheit hat uns Christus befreit! Die alten Bindungen sind durchtrennt. Für jeden von uns und unsere Gemeinden gilt: Wir sind Gottes freie und geliebte Kinder – eingeladen als Partner Gottes – seine Botschaft fröhlich weiterzu-tragen mit Wort und Tat! Gott helfe uns dazu.

K.HV.

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